5.4 Renderingservices

skalierfähiger Renderingservice als Plugin-Framework für Einzel-Renderingsysteme 

Die aktuell verwendeten Medien im Bildungsbereich gehen weit über "klassische" Formate wie PDF, Bild und Video hinaus. Insbesondere interaktive Medientypen (z.B. H5P, GeoGebra, SCORM, OnlyOffice, QTI) werden immer häufiger erstellt, geteilt und gemeinsam bearbeitet.
Diese Medientypen sind jedoch mit Standard-Browserfunktionalitäten nicht darstellbar. Hierfür werden - je nach spezifischen Medientyp - häufig spezielle Laufzeitumgebungen sowohl im Backend als auch Frontend (z.B. Javascript) benötigt.
Außerdem sind einige "Standard"-Formate, z.B. Videos oder Word-Dokumente, nicht für das Web optimiert und müssen z.B. für eine flüssige Wiedergabe automatisch konvertiert und/oder in andere interne Formate (z.B. spezielle Video-Codecs) überführt werden.
Für einzelne Systeme ist der Aufwand entsprechend hoch, viele dieser Formate zu unterstützen und darzustellen.
Durch ein zentrales Rendering-Framework sollen diese Formate automatisch in darstellbare Web-Komponenten überführt werden, sodass die Zielsysteme lediglich den Zielbereich der Komponente vorgeben. Die Vorverarbeitung, Konvertierung, Auslieferung und formatierte Darstellung erfolgt dann durch die Rendering-Komponente.



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Matthias Hupfer 500
Steffen Rörtgen 200
Herr Torsten Simon 100


Export OER-Inhalte an lastfähige Playoutservices

Das lastfähige Bereitstellen von Inhalten hängt von stark der Art des Inhaltes ab. Für Audio und Video haben sich im Consumer Bereich große Plattformen wie Youtube und Vimeo etabliert. 

Im schulischen Kontext sind Plattformen weniger bis nicht geeignet, wenn sie außerhalb von Europa gehostete werden, Tracking und Werbung beinhalten.   

Daher müssen Möglichkeiten geschaffen werden alle Arten von Content unter Einhaltung der Nutzungskriterien bereitzustellen. 

Contents müssen meist auch transformiert werden (Audio, Video) in mp4 bzw. webm um die Verwendung in Webbrowsern und  Apps zu gewährleisten. Für andere komplexere Formate (Scorm, CP, QTI, H5P,...) müssen Player 

bereitgestellt werden, welche wiederum auch versch. Medientypen beinhalten können. 

Für jeden dieser Medientypen müssen skalierbare Infrastrukturen gefunden oder bereitgestellt werden. Die notwendigen Schnittstellen um die Inhalte in die jeweilige Plattform zu speichern müssen implementiert werden.

Der Renderservice dient als Verwaltung und Proxy um beim ausspielen der Inhalte an den richtigen Dienst weiterzuleiten. 

Protkolle : Real-Time Messaging Protocol (RTMP) für Auslieferung von Audio und Video streaming.  RTMP hat eine breiten Support. Offene Standards wie WebRTC sind auch zu empfehlen.


Open Source Dienste

Für einige, gängige Medienformate bestehen bereits diverse Open-Source Frameworks, z.B.:

  • NGINX + RTMP Module und Open Broadcast Studio (OBS).
  • Peertube : P2P Netzwerk, im Netzwerk wird jeder zum Anbieter
    • PeerTube weist selbst auf die Gefahr hin und warnt, dass beim Abspielen von Videos auch das Abschalten der BitTorrent-Option, dem eigentlichen Alleinstellungsmerkmal der Plattform, keine Sicherheit vor Nachverfolgung bietet
    • Quelle: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/peertube-101.html